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Familienrecht

Familienrecht

Zu den Familiensachen gehören Ehesachen, Kindschaftssachen, Abstammungssachen, Adoptionssachen, Ehewohnungs- und Haushaltssachen, Gewaltschutzsachen, Versorgungsausgleichssachen, Unterhaltssachen, Güterrechtssachen, sonstige Familiensachen und Lebenspartnerschaftssachen.
Familienstreitsachen sind z.B. Unterhaltssachen, Güterrechtssachen und sonstige Familiensachen. Je nach Zuordnung einer Sache nach Familiensache oder aber Familienstreitsache sind unterschiedliche Verfahrensvorschriften und Kostenfolgen beachtlich, die in aller Regel nur der Jurist überblicken kann. Daher ist es sinnvoll, sich rechtlichen Rat einzuholen, wenn man sich mit einem nach eigener Einschätzung familienrechtlichen Problem trägt.
Standardprobleme sind insoweit beispielsweise:

  • die Durchführung der Scheidung einer gescheiterten Ehe,
  • Ansprüche auf Versorgungsausgleich, wobei dabei unterschiedliche Rentenanwartschaften der zu scheidenden Eheleute auszugleichen sind,
  • Geltendmachung von Zugewinnausgleichsansprüchen, sobald einer der Ehegatten in der Ehe einen wirtschaftlichen Vorteil errungen hat,
  • Wohnungszuweisung, wenn streitig ist, wer die Ehewohnung nach Trennung weiter bewohnen soll,
  • Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz, wenn einer der Ehegatten gegenüber dem anderen gewalttätig auftritt,
  • Unterhaltsansprüche hinsichtlich der getrennten oder geschiedenen Ehegatten (Trennungs- oder nachehelicher Unterhalt) und/oder gemeinsamer minderjähriger sowie volljähriger Kinder (Kindesunterhalt),
  • Klärung des Sorgerechts für nichteheliche Kinder bzw. Sorgerechtsentzug bei Kindeswohlgefährdung,
  • Klärung des Umgangsrechts hinsichtlich gemeinsamer Kinder,
  • Durchsetzung des Rechtes eines Kindes auf Klärung seiner Abstammung bzw. Vaterschaftsfeststellung/-anfechtungsverfahren.

Wollen Sie sich zu einem dieser Probleme oder anderen Fragen um das Familienrecht beraten lassen, so entstehen hierbei natürlich Kosten. Bei Bedürftigkeit kommt Beratungshilfe in Betracht, wobei hierzu entweder vom Anwalt direkt oder beim zuständigen Amtsgericht ein sog. Berechtigungsschein für Beratungshilfe (Link zur Beratungshilfe) beantragt wird, der die Kosten einer Beratung abdeckt. Voraussetzung für die Beratungshilfe im Familienrecht, insbesondere bei Unterhaltssachen, ist die vorherige erfolglose Inanspruchnahme kostenfreier Beratungsstellen wie z.B. dem Jugendamt bei der zunächst außergerichtlichen Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen für Kinder.

Im gerichtlichen Verfahren dürfen und sollten Sie sich spätestens eines Rechtsanwaltes bedienen, da eine Vielzahl rechtlicher Vorschriften zu beachten sind und die Klärung problematischer Fragen im Bereich des Familienrechts zumeist von großer persönlicher Wertigkeit und Auswirkung ist und Fehler im Verfahrensgang später nur schwer oder gar nicht korrigierbar sind.

Auch im gerichtlichen Verfahren entstehen Kosten. So sind diese zum Beispiel im Scheidungsverfahren gegeneinander aufzuheben. Kostenaufhebung bedeutet hierbei, dass jeder seine außergerichtlichen (wie Anwalts-) Kosten selbst trägt und die angefallenen Gerichtskosten geteilt werden. Auch hier kann im Falle der Bedürftigkeit sog. Verfahrenskostenhilfe (siehe PKH) beantragt werden, die diese zumeist nicht unbeachtlichen Kosten zunächst abfängt. Es muss sich also niemand genötigt sehen, eine nicht mehr funktionierende Ehe nur aus Kostengründen noch aufrecht zu erhalten. In Unterhaltssachen zum Beispiel entscheidet das Gericht hingegen nach billigem Ermessen über die Verteilung der Kosten unter den Beteiligten. Hierfür maßgeblich ist auch das Obsiegen und Unterliegen in der Sache. In derartigen Familiensachen ist besonders wichtig, nach vorherigem rechtlichen Rat abzuwägen, welchen Erfolg ein rechtliches Vorgehen hat, um so nicht in die Kostenfalle zu tappen und dennoch seine berechtigten Interessen zu verfolgen.

Zur Durchsetzung Ihrer Rechte stehen wir Ihnen gern jederzeit zur Verfügung!